Wo kann Beauveria bassiana sonst eingesetzt werden?

Beauveria bassiana gegen Kartoffelkäfer

Created with Sketch.

Kartoffelkäfer, Coloradokäfer, Leptinotarsa decemlineata Say, Art der Blattkäfer; etwa 10 mm groß, gelb, mit 10 schwarzen Längsstreifen auf beiden Elytren (Flügeldecken). Der Kartoffelkäfer ( ä vgl. Abb. ) stammt aus dem mittleren und nördlichen Nordamerika und wurde 1874 zum ersten Mal nach Europa mit Kartoffeln eingeschleppt. 1876 und 1877 traten erste Funde auch in Deutschland auf. Während man diese ersten und spätere „Infektionen“ noch beseitigen konnte, breitete sich der Kartoffelkäfer ab 1936 in breiter Front von Westen kommend in Westeuropa aus. Man nimmt an, daß er während des 1. Weltkriegs oder wenig später mit amerikanischen Transporten zunächst nach Bordeaux eingeschleppt wurde, wo er sich unbemerkt in kürzester Zeit in einem Gebiet von 250 km2 Größe etablieren konnte.

Ganzen Artikel lesen

Beauveria bassiana gegen Apfelwickler

Created with Sketch.

Apfelwickler, Cydia (Laspeyresia, Carpocapsa) pomonella, häufiger weltweit verbreiteter bzw. verschleppter Schmetterling der Familie Wickler; Flugzeit in Mitteleuropa Mai – August in 1–2 Generationen; Vorderflügel (Spannweite 16 mm) blaugrau, schwarzbraun quergewellt, am Ende mit schwarzem und rotgoldenem Fleck ( vgl. Abb. ); dämmerungsaktiv, tags an Baumstämmen ruhend. Das Weibchen findet die Wirtspflanze (Apfel, Birne, Pflaume, Quitte, Eßkastanie, Walnuß) offenbar mit Geruchssinn und legt bis 100 Eier einzeln an Fruchtknoten, Blätter und Zweige ab. Bei Kernobst frißt sich die nach 2 Wochen schlüpfende, fleischfarbene Larve („Obstmade“) zum Gehäuse durch, wovon sie sich neben dem Fruchtfleisch ernährt; die mit Kot gefüllte Einbohrstelle verrät die Anwesenheit einer Raupe.


Beauveria bassiana gegen Varroa Milben

Created with Sketch.

Mit Beauveria bassiana läßt sich erfolgreich die Varroa Milbe bekämpfen. Zu diesem Ergebniss kam eine Forschung der Ruhruniversität. Dabei wurde der selbe Wirkstoff verwendet der zur Bekämpfung des roten Palmrüsslers eingesetzt wird. Forschungen im Labor von William G. Meikle hatten das im Prinzip gezeigt.

Die Varroatose ist eine parasitäre Erkrankung des Bienenvolkes. Erwachsene Bienen und Brut werden gleichzeitig befallen. Die Krankheit wird durch die Außenmilbe Varroa destructor hervorgerufen, die als Parasit der Indischen Biene „Apis cerana“ im Jahre 1904 entdeckt wurde. Sie wurde durch das Bieneninstitut Oberursel nach Deutschland eingeschleppt. 1977/78 waren schon hunderte Bienenvölker im Umkreis des Institutes im Taunuskreis infiziert.
 Ganzen Artikel lesen

Beauveria bassiana gegen Termiten

Created with Sketch.

Termiten [von Termitidae], Isoptera, Ordnung der Insekten mit ca. 2000 meist tropischen Arten in 6 Familien ( vgl. Tab. ), nur 2 Arten im Süden Europas. Die Termiten sind staatenbildende Insekten. (Termitenstaaten haben unter den staatenbildenden Tieren die höchste Individuenzahl – bis zu 3 Millionen bei Macrotermes natalensis.) Sie sind nicht mit den Ameisen (falscher Name: „Weiße Ameisen“), sondern mit den Schaben verwandt.

Beauveria bassiana gegen Prozessionsspinner

Created with Sketch.

Prozessionsspinner, Kiefernspinner
Processionary caterpillars          englisch
Bruchi da processione               italenisch

Die Prozessionsspinner werden wissenschaftlich Thaumetopoeinae genannt. Die auf der ganzen Welt beheimateten Prozessionsspinner sind Insekten welche zur Gattung der Schmetterlinge gehören. Die circa einhundert bisher bekannten Arten legen Eier aus denen Raupen mit gefährlichen Nesselhaaren schlüpfen. Auch in Deutschland auf Eichen und in Spanien auf Kiefern (Pinien) sind die auf Bäumen lebenden Pflanzenschädlinge zu finden welche sich in gesponnen Gebilden die wie Zuckerwatte an Baumzweigen aussehen später verpuppen.

Ganzen Artikel lesen

 

Kiefernspinner, Kiefernglucke, Dendrolimus pini, eurasiatischer Vertreter der Glucken; Färbung der Falter ( vgl. Abb. ) variabel rotbraun bis grau, Flügel mit weißem Mittelpunkt, Spannweite 50–80 mm, fliegt Juni bis August in trockenen Kiefernwäldern; Eier blaugrün, in Gruppen an Rinde abgelegt; Raupe behaart, braun und grau mit blauen Flecken und schwarzen Schrägstrichen, Rücken weiß, Überwinterung in der Bodenstreu; Larve kann bei Massenauftreten, vor allem in trockenwarmen Gebieten in Kiefernforsten, seltener an Fichten sehr schädlich sein; Verpuppung in gelblichem Gespinst am Stamm oder zwischen Zweigen.

Ganzen Artikel lesen

Behandlung:

Tuch  ca. 20 cm breit um den Baumstamm wickeln und oben und unten mit Draht befestigen. Das Tuch mit Beauveria bassiana – Mischung besprühen. Das Tuch muss stark getränkt sein.

Beauveria bassiana und die Gemeine Getreidewanze

Created with Sketch.

Gemeine Getreidewanze (Eurygaster maura)

Die Gemeinen Getreidewanzen erreichen eine Körperlänge von 8,5 bis 10 Millimetern. Sie haben eine variable braune Grundfarbe und Musterung. Die ähnliche Schildkrötenwanze (Eurygaster testudinaria) wird etwas größer und unterscheidet sich durch den Tylus (Stirnkeil), der bei der ähnlichen Art an der Spitze des Kopfes etwas tiefer liegt als die seitlich von ihm liegenden Wangen. Bei der Gemeinen Getreidewanze liegt der Tylus auf einer Ebene mit den Wangen, womit die Spitze des Kopfes gleichmäßig gerandet ist. Anhand von Fotos ist das Merkmal nicht immer eindeutig zu erkennen, und die genaue Betrachtung unter der Stereolupe ist erforderlich, um ganz sicher bei der Artbestimmung zu sein.

Ganzen Artikel lesen

Beauveria brongniartii gegen Maikäfer

Created with Sketch.

Maikäfer, Melolontha, Gattung der Blatthornkäfer (Unterfamilie Maikäferartige); 2–3 cm große Käfer mit braunen, schwach längsgerippten Flügeldecken; Halsschild rotbraun bis schwärzlich. Die Seiten der Bauchsegmente haben scharf begrenzte, dreieckige, weiße Haarflecken ( ä vgl. Abb. ). Fühler mit lamellenartig einseitig stark verlängerten letzten Gliedern; dieser Fühlerfächer ( Homologie ) besteht beim Männchen aus 7, beim Weibchen aus 6 Gliedern; beim Männchen meist 2mal so lang wie die Geißel, beim Weibchen höchstens gerade so lang. Das letzte Hinterleibstergit („Pygidium“) ist in eine mehr oder weniger lange Spitze verlängert. Bei uns 3 Arten: Feldmaikäfer (Melolontha melolontha = Melolontha vulgaris), Waldmaikäfer oder Roßkastanienmaikäfer (Melolontha hippocastani) und der in Deutschland vom Aussterben bedrohte Melolontha pectoralis. Die beiden ersten Arten waren zumindest in früheren Jahren überall häufig, besonders der Feldmaikäfer war stellenweise ein gefürchteter Schädling.


Beauveria bassiana gegen Reiszikade

Created with Sketch.

Die „Braunrückige Reiszikade“ (brown plant hopper), ein millimetergroßes Krabbeltier, ist seit drei Jahren Hauptmanns Forschungsobjekt. Das Insekt richtet jährlich gewaltige Schäden am Reis an, dem weltweit wichtigsten Nahrungsmittel. Mehr als 500 Eier kann ein Hopper-Weibchen, das etwa 57 Tage alt wird, in die jungen Reispflanzen legen. Die Zikade überträgt Krankheiten und entzieht der Pflanze den zuckrigen Saft – das Reisfeld „verbrennt“ (Hauptmann)….

„Wir brauchen deshalb keine Schädlingsbekämpfung“, sagt Biologe Hauptmann, „sondern eine Schädlingskontrolle.“

Nach diesem Prinzip gingen Anfang dieses Monats Pflanzenschützer im italienischen Südtirol gegen gefräßige Maikäfer vor. Aus Hubschraubern wurden krankheitserregende Pilzsporen, die sich in der Körperflüssigkeit der Käfer einnisten, über die Obstplantagen gesprüht. Die nächste Generation der Larven wird dadurch reduziert. Diese biologische Methode soll, anders als die Verwendung von Pestiziden, andere Pflanzen und Tiere nicht schädigen.

Auch Hauptmann setzt auf Pilze als biologische Helfer, die nur den Reisschädling befallen und zerstören. Die Grundlagen seiner „Mykoinsektizid-Forschung“ lernte der Biologe 1986 an der Cornell University im amerikanischen Bundesstaat New York, die über die weltweit einzige zugängliche Sammlung von speziellen Pilzkulturen verfügt.

ganzen Artikel lesen



Beauveria bassiana ist ein Pilz dessen Potential noch lange nicht ausgeschöpft ist.

So befällt er neben dem Roten Palmrüssler auch den Schwarzen Rüsselkäfer. Beide gehören zur Familie der Rüsselkäfer. Aus den aufgeführten, bekannten Beispielen kann man weitere mögliche Anwendungen ableiten: die bekannte Wirkung bei Termiten (eine Schabenart) läßt auf eine Wirkung bei anderen Schabenarten etwa den Kakerlaken hoffen. Die Wirkung bei den Reiszikaden zeigt einen Weg die Wiesenschaumzikade zu bekämpfen die das gefährliche Bakterium Xylella fastidiosa verbreitet.

Die Wissenschaft ist gefordert den Nachweis der Wirksamkeit bei verschiedenen Schadinsekten zu führen. Das ist eine wichtige Aufgabe der aus Steuermitteln finanzierten Institute. Nur sie können ein Gegengewicht zur extrem einseitigen Forschung der Pharma- und Chemiekonzerne sein.